Der Theaterring hatte zum 2. Mal exklusiv seine Mitglieder in die Cafeteria des Scharoun Theaters zum „Theatercafé“ eingeladen. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Vorsitzende Dorothea Frenzel gaben Intendant Rainer Steinkamp und Christian Mädler, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Dramaturgie, ausführliche Einblicke in ihre Arbeit.
Bei Kaffee und Kuchen wurde den Fragen nachgegangen: „Wie kommt ein Gastspiel auf die Bühne und wie funktioniert der Theaterbetrieb?“. Abläufe, die den Theaterbesuchern normalerweise verborgen bleiben. So konnte man beispielsweise erfahren, welche Schritte erforderlich sind, um eine Spielzeit mit Veranstaltungen zu füllen und unter welchen Prämissen entschieden wird, welche Stücke in den neuen Spielplan aufgenommen werden? Von welchem Theater oder welcher Agentur werden sie angeboten? Ist die Auswahl finanziell zu verkraften? Wie soll das Spielzeitheft aussehen und wie können darin die Aufführungen beschrieben werden? Welche Werbeaktivitäten sind eventuell zusätzlich erforderlich? Auch auf Fragen aus dem Teilnehmerkreis wurde gerne eingegangen.

Während einer anschließenden Führung bestand Gelegenheit, sich von Hans-Dieter Mosinski, Beleuchtungsmeister, und Bühnenmeister Normen Sperber über die Funktionen der Ton- und Lichttechnik zu informieren. Im Weiteren wurde der Eiserne Vorhang erklärt, der die Bühne vom Zuschauerraum trennt.


Auf der Bühne konnte die gespannt lauschende Gruppe direkt erleben, wie Licht- und Toneffekte zur Wirkung kommen. Auch wie Kulissen und Prospekte, die an Seilzügen hängen, zum rechten Zeitpunkt bereitgestellt werden. Es wurde ebenso die Frage beantwortet, wie die Drehbühne, die den jährlichen Ball erst zum „Drehbühnenball“ werden lässt, zum Einsatz kommt. Mit welchem Aufwand wird sie in die Bühne integriert? Interessant auch, dass die Bestuhlung für Veranstaltungen auf der Hinterbühne komplett mit einem Unterbau auf der Nebenbühne abgestellt ist, so dass sie nur auf die Hauptbühne gezogen und verankert werden muss.
Am Ende des Nachmittags mit vielen Fragen und ausführlichen Antworten verabschiedete man sich von den Akteuren mit dankbarem Applaus.