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TheaPhil Mobil im Oktober 2026


Das von Martin Weller gegründete Format „TheaPhil Mobil“ eröffnet Interessierten die Möglichkeit, in einer Kurzreise besonders aktuelle und herausragende künstlerische Darbietungen  wahrzunehmen. Hierbei sollten Teilnehmende für ihren eigenen Transport und Unterbringung sorgen, während das eigentliche Programm (und ggf. Hotel) vom Theaterring und philharmonische Gesellschaft E.v.(TheaPhil) organisiert wird.

Die erste Reise des „TheaPhil Mobil“ führte am Freitag, den 22.10.2026 acht Mitglieder des Vereins in zwei Fahrzeugen zunächst nach Essen (genauer gesagt in das Hotel Lottetal in Bochum, da wegen einer Spielemesse sämtlich Hotels in Essen ausgebucht waren).

Im Aalto Theater in Essen wurde die selten gespielte Oper „ Das Wunder der Heliane“ von Erich Wolfgang Korngold aufgeführt. Diese 3 Stunden dauernde Oper war eine sehr beeindruckende, geradezu spektakuläre Inszenierung von Gesang, Orchester und Schauspiel, die lange im Gedächtnis bleiben wird. Eine außergewöhnliche Oper (https://www.theater-essen.de/) .

Der Samstag (23.10.2026) führte in das Museum Folkwang in Essen, das 1902 als eines der ersten Museen für Gegenwartskunst gegründet wurde und das bedeutende Werke aus der Zeit des Nachimpressionismus und Expressionismus enthält. Das eigentliche Anliegen war jedoch die Ausstellung der großen Werkschau „Ich, Gustave Courbet“, eine Retrospektive eines der prägendsten Künstler des 19. Jahrhunderts (Gustave Courbet und sein Wirken wurde auch bereits von Martin Weller in der Reihe „Wege zur Kunst“ im Phaeno am 22.09.2026 besprochen). Die Ausstellung beleuchtete zentrale Lebensstationen und Werkgruppen des Künstlers und bot zahlreiche bedeutende Werke, einschließlich der kontroversen Arbeit „Der Ursprung der Welt“ (https://www.museum-folkwang.de/de/ausstellung/ich-gustave-courbet).

Nach dieser Werkschau kam als nächste Etappe eine Fahrt nach Soest in Westfalen, einer über 1000 Jahre alten Hansestadt mit mittelalterlicher Altstadt aus charakteristischem Grünsandstein und rund 600 historischen Gebäuden. Nach einem Café Besuch (exzellente Torte) und einem Stadtrundgang mit Besuch des St. Patrokli Doms ging es in die Ausstellung des Soester Malers Wilhelm Morgner (1891–1917) der als Ausnahmetalent des Expressionismus gilt. Seine teils figürlichen, teils abstrakten Werke sind ausdrucksstark in ihrer Leuchtkraft und Rhythmik aus Linien, Wellen, Kreisen und Punkten (https://www.museen-boettcherstrasse.de/ausstellungen/ungeheuerliche-farbwunder-wilhelm-morgner-malerei-19101913/ ).

Danach verabschiedeten sich die Teilnehmer voneinander und und machten sich gegen 14 Uhr auf den Weg zurück nach Wolfsburg. Es waren sehr beeindruckende und erlebnisreiche zwei Tage. Die Teilnahme an TheaPhil Mobil ist jedem zu empfehlen, der in kurzer Zeit Außerordentliches erleben möchte. Ein bereichernde Kurzreise!

Wir danken Martin Weller für die vorzügliche Organisation und seine kenntnisreichen Erläuterungen, und natürlich auch Peter Bittermann und Frank Hocke, die uns sicher die lange Strecke hin und zurück gefahren haben.

Michael Lewis